Geschichte des Wasserturmes in Gröditz

Fährt man von Gröditz nach Frauenhain, ist nach dem Ortsausgangsschild die Silhouette des Wasserturmes nicht zu übersehen. Die etwas eigenartige Architektur des technischen Bauwerkes ist fast einmalig und genau betrachtet sind es eigentlich zwei Wassertürme.
 
In den Jahren 1933/34 wurde der erste Wasserturm in Gröditz erbaut. Er hat einen Außendurchmesser von 8,75 m und eine Höhe bis zur  Dachtraufe von 38,90 m. Die Turmkonstruktion wird von 8 tragenden Stahlbetonstützen gestützt. Der Wasservorratsbehälter von 200 m hat einen Umfang von 6,75 m und besteht aus Stahlblech. Der Oberwasserspiegel liegt bei 132,00 m ü NN.
 
 
 
 
Durch den ständigen Anstieg der Bevölkerungszahlen und der aufstrebenden Industrie in Gröditz und Umgebung genügte das Speichervolumen des Wasserturmes Mitte der 50er Jahre nicht mehr den Anforderungen. Es wurde deshalb im Oktober 1957 mit der Erweiterung des Turmes begonnen. Der neue Turm umschließt ringförmig den alten Wasserturm. Er hat ein selbständiges Tragwerk mit 8 Stahlbeton-Außenstützen. Der Behälter ist aus Stahlbeton und hat einen Inhalt von 1220 m³. Da beide Behälter miteinander verbunden sind (sie kommunizieren), können 1 420 m³ Trinkwasser insgesamt gespeichert werden. Die Höhe des Wasserspiegels liegt ebenfalls bei 132,00 ü. NN.
        
Durch die Einbeziehung des alten Bauwerkes in die Erweiterung des Wasserturmes konnten die Baukosten erheblich gesenkt werden. Trotzdem wurden z. B. 530 t Portlandzement und 137 t Stabstahl verbaut. Die Kosten der Erweiterung lagen damals bei 654.000 DM. Der Bau wurde im Januar 1959 beendet. Der Wasserturm dient jetzt noch als Trinkwasserreservoir und steuert je nach Wasserstand über elektronische Signale die Fahrweise der Pumpen im Wasserwerk Frauenhain. Die Vorratsbehälter genügen zurzeit und entsprechend der vorliegenden Wasserversorgungskonzeptionen noch weiterhin dem Wasserbedarf.
1997/1998 wurde der Wasserturm komplett saniert.

Der Wasserturm soll auch weiterhin ein Kernstück der stabilen Trinkwasserversorgung des Trinkwasserzweckverbandes „Pfeifholz“ bleiben.
Kompetenz in Sachen Trinkwasser